Die Wildkammer

Wildbret

 

Wildbret ist ein hochwertiges Lebensmittel, dessen Vorzüge auf fünf Säulen beruhen: 



Natürliche Lebensweise

Das Wild kann sich den ganzen Tag frei bewegen, um Sozialkontakte zu pflegen, Territorialstrukturen aufzubauen oder sich aus einem reichhaltigen Nahrungsspektrum das Schmackhafteste auszusuchen. Keine menschliche Haustierhaltung bietet eine artgerechtere Unterbringung als die Natur selbst.

Viele Mineralstoffe, geringer Fettanteil

In Wald und Feld ist der Tisch mit vitamin- und mineralstoffreicher Kost großzügig gedeckt. Als echtes Leckermaul zieht beispielsweise das Rehwild von Strauch zu Strauch, um sich einen regelrechten Cocktail aus den besten Kräutern, Früchten und Knospen zu mischen. Daraus ergibt sich beim Wildbret der hohe Mineralstoff- und Vitamingehalt (siehe unten Nährwerttabelle) bei gleichzeitig
geringem Fettanteil. Auch ist im Gegensatz zur Massentierhaltung die Verabreichung von Arzneimitteln nicht erforderlich, ebenfalls entfallen Hormongaben, etc.. Wildbret ist in der Diätküche immer mehr willkommen. Aufgrund der natürlichen Lebensbedingungen und des großen Bewegungsfreiraumes hat Wild im Vergleich zu Rind und Schwein einen hohen Muskel- und einen geringen Fettanteil (je nach Wildart 1 bis 8 Prozent). Bei der täglichen Nahrungssuche werden Rücken, Keule und Schultern kräftig durchblutet und mit Sauerstoff angereichert. Dadurch bilden sich eine Vielzahl roter Blutkörperchen, die das Fleisch - für viele Verbraucher heute ungewöhnlich - tiefrot bis rotbraun verfärben. Die dunkle Farbe ist somit ein eindeutiges Indiz für das Aufwachsen und Leben in Freiheit.

Kein Transport- und Schlachtstress
Das Wild wird in seiner natürlichen Umgebung erlegt. Transport- und Schlachtstress bleibt den Tieren somit erspart. Durch BSE, Schlachtfleischskandale, etc. ist das Verbraucherbewusstsein entsprechend geschärft. Wildfleisch ist das natürlichste und gesündeste Fleischprodukt überhaupt, dessen Vorzüge immer mehr Verbrauchern bewusst werden ("Bioprodukt"). Bei entsprechender Unterstützung durch werbliche Aktivtäten wächst daher der Bedarf an Wildfleisch und Wildprodukten in den nächsten Jahren deutlich an.

Ethisch hochwertiges Fleisch
Wie bei allen Lebensmitteln ist vor allem beim Fleisch die Herkunft entscheidend. Da die Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung artgerecht leben, scheiden ethische Fragen der Tier“haltung“ dabei aus. Wildfleisch ist daher das ethisch hochwertigste Fleisch überhaupt.

Ständige Verfügbarkeit

Im Gegensatz zu früher, wo es noch keine ausreichenden Kühl- und Gefrierkapazitäten gab, ist Wildfleisch heutzutage rund um das Jahr verfügbar und daher keine „Saisonware“ mehr. Frisches Rehwildbret ist von Mai bis Januar verfügbar, Rot- und Damwild von Juni bis Januar, Schwarzwild sogar ganzjährig. Die größten Strecken verarbeiten wir im Herbst, wenn die meisten
 Wildarten „offen“ sind und wir Jäger zur Erfüllung der gesetzlichen Abschussvorgaben in unseren Revier großräumige Ansitz- und Drückjagden durchführen. Traditionell 
hat sich auf diese Zeit die Gastronomie spezialisiert, die dann spezielle Wildwochen anbieten. Wild passt aber nicht nur im Rahmen der herbstlichen Küche zu Rotkohl und Kartoffelklößen sehr gut. Viele Sommergerichte lassen sich mit dem hochwertigen Naturfleisch kombinieren. Probieren Sie doch mal einen Salat mit Rehmedaillons ! Nicht zu verachten sind auch unsere Wildschweinkoteletts, Spare-Ribs vom Reh, unsere eingelegten Wildsteaks
oder Wildfrikadellen in der Grillsaison.

Generell gilt für die Wildküche : Vergessen Sie "Großmutters Vorgaben", sondern bereiten Sie Wildbret so zu, wie Sie es auch mit den üblichen Fleischsorten von Hausschwein und Rind
gewohnt sind. Das berühmte Beizen in Rotwein war früher nötig, da nicht überall die ordnungsgemäße Kühlung des Fleisches während der Reifung gewährleistet war. Dies ist durch unsere großräumigen Kühl- und Gefrierhäuser nicht mehr notwendig. Wild schmeckt heute nicht mehr streng oder eigen – und wenn doch, wechseln Sie Ihren Lieferanten ! Wildbret ist heute ein hochwertiges Lebensmittel, insbesondere auch für die Diätküche (vgl. die Nährwertangaben bei den einzelnen Wildarten), das nach den Regeln des Fleischhygienegesetzes und der Fleischhygieneverordnung aufzubewahren und zu behandeln ist. Der Rotwein ist allenfalls im Glas zum Essen angezeigt...

Allgemeines Angebot
Wild wird auf dem Markt als ganzes Stück, als Teilpartie oder bereits pfan
nenfertig angeboten. Am preisgünstigsten kauft derjenige ein, der dem Jäger 
oder Forstamt den ausgeweideten Wildkörper im Fell abnimmt. Das Abhäuten 
und weitere Zerlegen in einzelne Teilstücke ("zerwirken") setzt jedoch die notwendige Fachkenntnis voraus. Der private Endverbraucher wird in den 
meisten Fällen daher kleinere Teilpartien oder küchenfertige Produkte vorziehen.

Unsere Spezialitäten
Neben dem vorstehenden allgemeinen Angebot bieten wir auch eine große Bandbreite an Spezialitäten an : Zu einer ganz besonderen Feinkost wird Wildbret durch unsere Veredelungsprozesse, in denen der hocharomatische Eigengeschmack seine ganze Kraft entwickeln kann. An Veredelungsprodukten erhalten Sie bei uns regelmässig (je nach Vorrat) ein berites Angebot an Wildwurst (frisch im Natur- und/oder Kunstdarm, eingekocht in Konservendosen oder geräuchert im Darm), Wildsaumagen sowie Wildsalami und Rohschinken (gepökelt und geräuchert). Probieren Sie unsere schmackhaften Begleiter einer jeden Brotzeit !

Wildbret und Jagd
Ohne Jagd kein Wildbret - oder einfacher ausgedrückt : Gattertiere sind nicht "wild" ! Die Jagd hat sowohl Nutz- wie Schutzcharakter. Der Nutzen besteht vor allem in der Freude an der Gewinnung von besonders gesunden und natürlichen Lebensmitteln - dies ist nachhaltiger biologischer Anbau in Vollendung ! Der Schutz ist vor allem für die Land- und Forstwirtschaft wichtig, in dem Wildschäden an Bäumen und Ackerpflanzen durch Überpopulationen von Wildtieren verhindert werden (Beispiel: Ein Reh braucht um die 3 kg Grünmasse pro Tag. Das ergibt im Jahr über eine Tonne Grünmasse pro Reh). Auch aufgrund seines Nutzungsinteresses achtet der Jäger auf das Wohlergehen des Wildes. Extra angelegte Wildäcker sollen in unserem Revier Bad Sobernheim die nahrungsarme Zeit zwischen Oktober und März überbrücken, wenn die Felder kahl sind und Blätter und Gräser abgestorben sind. Außerdem halten diese Wildäcker, auf denen regelmäßig Jagdruhe herrscht, das Wild im Wald und lassen es nicht auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen zu Schaden gehen. Auch viele nichtjagdbare Tiere, wie Vogel- und Insektenarten, haben großen Nutzen an unseren Wildäckern. Spezieller Biotopschutz findet in unserem Revier Bad Sobernheim ebenfalls statt. Besonders wertvolle Sonderbiotope sind die von uns angelegten Streuobstwiesen und die vorhandenen Trockenrasenflächen. Außerdem engagieren wir uns finanziell fördernd im Naturschutzprojekt "Lebendige Nahe", welches unter anderem eine Renaturierung des Nahelaufes und der trockengefallenen Teiche am Nordufer der Nahe zum Gegenstand hat. Auch in das Projekt des „Naturerlebnisweges“ entlang des Nord- und Südufers der Nahe haben wir uns finanziell wie informativ fördernd eingebracht. Auch damit zeigen wir, dass Jagd angewandter Naturschutz ist.

 

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55566 Bad Sobernheim
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